 Die Endometriose ist zwar kein bösartiges, aber ein fortschreitendes
Leiden. Wenn die Schleimhautteilchen am Bauchfell anhaften, unterliegen sie den gleichen zyklischen
Veränderungen wie die “normalen” Zellen in der Gebärmutter. Der Unterschied
ist, dass das Blut nicht wie bei der Monatsblutung nach aussen wegfliessen kann, sondern sich im Bauchraum
ansammelt. Dies führt zu den verschiedensten Beschwerden, wie Schmerzen, Organstörungen
oder gar Gewebeschäden. Auch eine ungewollte Kinderlosigkeit kann die Folge sein. Seltener werden Schleimhautteilchen
über die Lymphbahnen (z.B. in den Nabel) oder über die Blutbahnen (z.B. in die Lunge) verschleppt. Die
Endometriose schreitet meist im Laufe der Zeit fort. Es bilden sich immer neue Schleimhautinseln. Deshalb
nehmen die Beschwerden meist ebenfalls zu. Bei jeder Blutung aus den Endometrioseherden
kommt es zu
Entzündungen in der Umgebung. Ausserdem bleiben Schleimhautpartikel an anderen Organen haften (Blase,
Darm, usw.), oder sie wachsen sogar in die Organe hinein. Dies kann die Funktion der betroffenen Organe
stören und typische Symptome wie Nierenschmerzen, Schmerzen beim Wasserlösen oder bei der Stuhlentleerung
auslösen. Ebenso können Koliken sowie diffuse Unterbauchschmerzen auftreten. Ziel
jeder Behandlung ist es, diesen Prozess zu unterbrechen, die Endometriose zu zerstören und in ihrer
Ausbreitung und Weiterentwicklung zu hindern. Fortschreitendes
Krankheitsbild
 | | Unter
dem Einfluss der weiblichen Hormone
wachsen Gebärmutterschleimhautinseln, die in die Bauchhöhle verschleppt wurden, in andere Organe hinein
und bilden dort Endometrioseherde. Die monatlichen Blutungen aus den Endometrioseherden fördern die
weitere
Ausbreitung der Krankheit. |
(03/05) 02/08 |